Infostände bei den Schlachthof Open-Air-Konzerten 2018

Schlachthof Open Air 2018

2018 ist das Jahr, in dem die Tradition der Open-Air-Konzerte am Schlachthof wiederaufgenommen wird. Unter dem Motto

Mut braucht Schutz

sind wir von Amnesty International bei den Konzerten vertreten und freuen uns auf ein Gespräch mit Euch an unserem Infostand.

Tag für Tag setzen sich Menschen weltweit für ihre Rechte und die Rechte anderer ein. Doch wer sich für Menschenrechte engagiert, wird zunehmend diffamiert, überwacht, durch repressive Gesetze an der Arbeit gehindert – manchmal sogar ermordet. Immer mehr mutige Aktivistinnen und Aktivisten lassen sich davon aber nicht abschrecken und treten Menschenrechtsverletzungen entschlossen entgegen.

Es sind Studierende, Frauen, Männer, Eltern, Töcher, Söhne und viele mehr, die gegen Folter, Vertreibung, Korruption, Diskriminierung und weiteres Unrecht kämpfen. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass Menschenrechtsverletzungen ans Licht kommen. Steht Seite an Seite mit ihnen und sorgt für ihren Schutz!
Engagiert Euch jetzt für Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler weltweit.

Im Juni bei folgenden Konzerten:
Samstag 16.06. ab 17.30 Uhr: Queens of the Stone Age
Samstag 23.06. ab
15 Uhr Punk in Drublic feat. NOFX / Boysetsfire / Bad Religion u.m.

Schlachthof Wiesbaden
Kulturpark hinter der Veranstaltungshalle, Murnaustrasse 1, 65189 Wiesbaden

Filmabende: Der sechste Kontinent

© Miramonte Film

Am 14., 15. und 17. Juni zeigen wir in Kooperation mit dem Murnau-Filmtheater den Kinofilm:

Der sechste Kontinent

Im Film “Der sechste Kontinent” porträtiert der Bozener Regisseur Andreas Pichler ein ungewöhnliches Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe. Fünfzig Menschen leben in einem mächtigen alten Haus am Rand der Kleinstadt Brixen in Südtirol. Diebe, Obdachlose und Arbeitslose, Suchtkranke und Flüchtlinge aus der halben Welt. Ihre Biographien lesen sich wie eine Sammlung diverser Lebensgeschichten, die nur eines gemeinsam haben: sie alle sind Gestrandete; Menschen, die aus der Bahn geflogen sind und oft in unserer Gesellschaft als problematisch, manchmal sogar als unerwünscht gelten.

Hier finden sie ein Vorübergehendes Zuhause und leben gemeinsam auf engstem Raum; Leute wie der Ex-Alkoholiker und Knasti Ervin, oder Sumi, die vor ihrem ihr nachstellenden Freund geflüchtet ist, Ousman politischer Flüchtling, der seine Familie in Afrika verlassen musste oder Hatem, qualifizierter Koch, der durch die Wirtschaftskrise kurzfristig auf der Straße gelandet ist und das Haus mit all diesen verschiedensten Menschen wie einen eigenen, sechsten, Kontinent wahrnimmt.

Nach dem Konzept der vier hauptamtlichen Betreiber, die ohne öffentliche Fördermittel auskommen, sind ein Drittel der Bewohner aus Südtirol, zwei Drittel stammen aus aller Welt. Sie haben unterschiedliche Probleme und Herausforderungen. Auf die Mischung kommt es an, sie befördert die Solidarität. Das Haus will bewusst keine öffentlichen Finanzierungen, lebt von Spenden und gemeinnützigen Aktionen. Die Bewohner zahlen eine kleine Miete und arbeiten mit beim gemeinsamen Kochen, Putzen, Einkaufen und im Garten. Das Zusammenleben wird in Eigenverantwortung und Selbstorganisation gestaltet, niemand kann sich dem entziehen. Das Haus ist für sie eine vorübergehende Bleibe, meistens für ein Jahr, bis sie es wieder schaffen, zurück ins normale Leben.

Doch als der Umzug des Hauses in ein neues Gebäude ansteht, können nicht alle mit. Plötzlich ist es wieder da, das Gefühl, ausgestoßen zu sein, so wird der Umzug für alle zur Zerreißprobe.

Ein liebe- und humorvoller Blick auf Menschen in Krisensituationen, die gegen eine geringe Miete und Mithilfe in Haus und Garten Unterstützung in ihrer Lage bekommen.

“Wenn Pichler eines gelingt, dann ist es mithilfe vieler persönlicher Geschichten diesen Blick zu schärfen und die Zuschauer zu mehr Gemeinsamkeit zu ermuntern, unabhängig von Herkunft und Sprache, unabhängig vom bisherigen Lebensweg. Denn am Ende kann es jeden treffen, jeder von uns wird vielleicht einmal stranden, in einem Kontinent, der nicht der unsere ist.“  Oliver Armknecht – film-rezensionen.de

Regie: Andreas Pichler, DE/IT/AT 2018, 81 min, DCP, OmU, FSK: beantragt

Donnerstag 14.6. um 20.15 Uhr
Freitag 15.6. um 18 Uhr
Sonntag 17.6. um 20.15 Uhr
Eintritt: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt
Murnau-Filmtheater, Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden

Infostand beim CSD am 2. Juni 2018

© CSD Wiesbaden.

Unter dem Motto „Einfach für Alle“ sind wir auch in diesem Jahr beim Christopher Street Day (CSD) in Wiesbaden dabei: Ab 14 Uhr findet Ihr unseren Infostand auf dem CSD-Sommerfest im Kulturpark am Schlachthof.

Diskriminierung, Homosexuellenfeindlichkeit und das scharfe Vorgehen Russlands gegen “nicht-traditionelle” sexuelle Beziehungen haben in Teilen der ehemaligen Sowjetunion zu besorgniserregend starker Feindseligkeit gegenüber Personen und Gruppen geführt, die sich für LGBTI-Rechte stark machen. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in dem neuen Bericht “Less equal: LGBTI human rights defenders in Armenia, Belarus, Kazakhstan, and Kyrgyzstan“.

In Finnland setzen wir uns für nötige Reformen für Trans*Menschen ein, deren Leben dort immer noch von großen bürokratischen Hindernissen geprägt ist.

CSD Wiesbaden am 2. Juni 2018
14 Uhr: Start der Demonstration am Warmen Damm
16 Uhr: CSD-Sommerfest im Kulturpark am Schlachthof
22 Uhr: CSD-Party im Schlachthof auf 3 Floors (Tickets an der Abendkasse)

Honduras: Auf dem Weg in eine Diktatur?

© Makila and Naretiv documentary film production

Seit dem Militärputsch im Jahr 2009 ist die Menschenrechtssituation in Honduras kritisch. Die zunehmende Militarisierung, die hohe Straflosigkeit und die eingeschränkte Unabhängigkeit zahlreicher Institutionen machen die Arbeit von lokalen Menschenrechtsverteidiger*innen extrem prekär. Mehr als 30 Journalisten wurden laut Reporter ohne Grenzen seitdem getötet. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht das Land auf Platz 140 von 180. Die Organisation Global Witness verzeichnet mehr als 120 ermordete Aktivist*innen in den letzten sieben Jahren.

Gemeinsam mit Peace Brigades International laden wir am 22. Mai ein zu einem Abend über Honduras. Wir zeigen den Film

Resistencia: The Fight for the Aguan Valleya

Im Jahr 2009 putscht das Militär gegen den honduranischen Präsidenten Mel Zelaya. Landesweit organisiert sich eine Widerstandsbewegung – “La Resistencia”. Der Film zeigt den mutigen Kampf landloser Kleinbäuer*innen im Aguan-Tal, die mit 2000 Familien die Palmöl-Plantagen von Miguel Facusse, selbst größter Landbesitzer in Honduras und einer der zentralen Figuren im Putsch, besetzen und bewirtschaften. Über vier Jahre lang begleitet die Kamera drei Kleinbauern im Aufbau neuer Gemeinschaften auf besetztem Land, zeigt die gewaltvollen Antworten des Staates und portraitiert die Hoffnungen der “Resistencia” auf einen Wandel durch demokratische Wahlen.

Nach dem Film spricht Joana Kathe, Projektreferentin Honduras von pbi Deutschland über die aktuelle Situation im Land. Ein Jahr lang begleitete sie im pbi-Honduras Projekt Aktivist*innen und war tief beeindruckt von ihrer Stärke und ihrem Mut bei ihrem täglichen, gewaltfreien Einsatz für ein gutes Leben. Davon wird sie berichten und mit Euch/Ihnen auch über die aktuell sehr angespannte Situation in Honduras diskutieren.

Film Resistencia: The Fight for the Aguan Valley
Doku, Canada/Honduras, 2015, 92 min., En/Sp, Regie: Jesse Freestone

Eintritt frei
Dienstag, 22. Mai 2018 um 18.30 Uhr
Infoladen Linker Projekte
Blücherstrasse 46, Hinterhof, 65195 Wiesbaden

In Kooperation mit Peace Brigades International